Kopernikusschule

"Der Trommelmann" kommt mit Anhänger

Percussion-Projekte an Schulen

Stadtbezirk Porz - Mobil sollte es sein. Zudem sollte es Teilnehmer ohne Alterseinschränkung und mit wenigen oder keinen Vorkenntnissen ansprechen. Der neue Percussion-Anhänger der Carl-Stamitz-Musikschule erfüllt all diese Anforderungen. Rund 160 verschiedene Trommel-Instrumente können in ihm dauerhaft aufbewahrt werden. Angehängt an einen PKW fahren Dozenten der Musikschule mit ihm so zu Schulen, Bürgerzentren, Jugendeinrichtungen und Bildungseinrichtungen, um dort gemeinsame Workshops und Projekte anzubieten.
Das pädagogische Konzept hinter den Angeboten sei eines des Ermöglichens, so Dozent Nikolas Geschwill, den viele Schüler und Teilnehmer den „Trommelmann" nennen. Im Regelunterricht an Schulen, in Porz etwa an der Max-Planck-Realschule und der Kopernikushauptschule, zudem in Jugendzentren, Berufsschulen und für Flüchtlinge bietet er sogenannte Drumcircles an. "Gemeinsames Trommeln in der Gruppe, das vor allem Spaß machen solle," so Geschwill. "Gleichzeitig aber auch Interaktion, Teamfähigkeit und Konzentration stärke", so Beate Glombek vom Förderverein der Musikschule.
Wie das Anfangskapital für Instrumente und Anhänger, etwa 15.000 Euro, über die Troisdorfer Stiftung „Ein Herz lacht" beschafft werden konnte, so werden einzelne Projekte, unter den Kosten auch immer das Honorar der Dozenten, auch zu Teilen vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Den Rest müssten Förderverein und Musikschule aufbringen, so Glombek.
An vier Tagen in der Woche ist der Anhänger der Musikschule im Einsatz. Für Sonja Grimm-Lozo, Leiterin der Carl-Stamitz-Musikschule, nicht nur ein Erfolg, weil so auch Musikinteressierte außerhalb der Schule angesprochen werden können. Auch deshalb, weil damit die in der Schule bestehende Raumknappheit gleich noch mit umgangen werden könne, so Grimm-Lozo.
„Wir möchten eine positive und offene Atmosphäre zum Musikmachen schaffen", fasst es Dozent Nikolas Geschwill zusammen. Die Alterspanne seiner Teilnehmer reicht dabei vom Schülern der Unterstufe bis hin zu Berufsschülern und Erwachsenen. In der Jugendeinrichtung OT Ohmstraße nehmen so etwa erwachsene Flüchtlinge an seinem Gruppentrommeln teil.

Text: Lars Göllnitz/Porz am Montag (25.06.2016)